![]() |
Künstler und Werk The artist and his Work L'artiste et l'œuvre |
Thomas Huber
1955 in Zürich geboren
1977-1978 Kunstgewerbeschule Basel
1979 Royal College of Art London
1980-1983 Staatliche Kunstakademie Düsseldorf,
Klasse Fritz Schwegler
1984 Kiefer-Hablitzer-Preis, Bern & Kunstfonds,
Bonn
1987 Rheinbrücke-Preis, Basel
1989/1990 Auszeichnung des Kulturkreises des
BDI
1990 NUR-Reisestipendium
1992 Temporäre Direktion des Centraal Museums
Utrecht & Professur an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
1993 Kunstpreis der Stadt Zürich
Kunstpreis Stadtsparkasse Düsseldorf
1995 Niedersächsischer Kunstpreis
1999 Art Multiple Preis, Düsseldorf
1999 Niederlegung des Professorenamtes an der
HBK Braunschweig
2000-2002 Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes
2001 Künstlermuseum: Neueinrichtung der
Schausammlung im museum kunst palast Düsseldorf mit Bogomir Ecker
2004 Retrospektive "Kabinett der Bilder"
im Aargauer Kunsthaus in Aarau,
Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam und dem Kaiser Wilhelm Museum und
Haus Lange in Krefeld
2004 Preis der Heitland Foundation
2007 Kunst-am-Bau Projekt "Jurten",
Inselspital in Bern
2008-2009 Ausstellungstournee "rauten traurig",
MARTa in Herford, carré dart, musée dart contemporain
de Nîmes und Kunsthalle Tübingen
Thomas Huber lebt und arbeitet in Berlin.
Biografie
1955
Thomas Huber wird in Zürich geboren. Sein Vater ist Architekt, seine Mutter Innenarchitektin. Die Eltern führen zusammen ein Architekturbüro und sind mit der Zürcher Kunstszene eng verbunden. Zum Freundes- und Bekanntenkreis gehören Künstler wie Max Bill und Paul Lohse, Schriftsteller wie Max Frisch und Paul Nizon. Die Mutter hatte vor der Heirat in Paris und Tokio mit Charlotte Perriand und Jean Prouvé zusammengearbeitet. Der Vater pflegte Kontakte zu international bekannten Architekten u.a. Le Corbusier und Alvar Aalto.
1961
Die Familie zieht aus dem Zentrum an den Stadtrand von Zürich. In einem Haus mit großen Garten über dem Zürichsee verlebt T.H. mit seinen beiden jüngeren Geschwistern seine Kindheit und Jugend. Die Ferien verbringt die Familie regelmäßig in einer alten Villa in Bedigliora im Tessin.
1971
Aufenthalt mit der Familie in Positano. T.H. zeichnet die Stadt am Golf von Sorrent. Von diesem Zeitpunkt an beginnt er ausgiebig zu zeichnen. Neben der Schulzeit entsteht ein umfangreiches Frühwerk mit Architektur- und Landschaftsstudien sowie Portraits. Inspiriert und angeleitet durch Künstlerfreunde seiner Eltern, beginnt er auch zu malen. An den schulfreien Nachmittagen erlernt er bei einem Bildhauer das Handwerk des Steinmetzen. Er besucht außerdem Aktzeichenkurse an der Kunstgewerbeschule in Zürich.
1975
T.H. beendet die Schule mit der Matura. Er reist zu Studienzwecken nach Rom. Zurück von seiner Reise schreibt er sich in Zürich an Theologischen Fakultät der Universität ein. Das dort verlangte Studium der griechischen und hebräischen Sprachen begeistert ihn wenig. Er vernachlässigt seine Studien und arbeitet in der Lithografiewerkstatt Mathieu in Dielsdorf, wo er Künstlern wie Horst Antes und Paul Wunderlich begegnet.
1976
T.H. zieht nach Basel und studiert dort an der Kunstgewerbeschule bei Franz Fedier Malerei.
1977
T.H. zieht nach London wo er am Royal College of Malerei studiert. Er begegnet dort David Hockney und Howard Hodgkin.
1978
T.H. ist in London mit sich nicht zufrieden. Das Studium sagt ihm wenig zu. Er bricht nach einem Jahr sein Studium dort ab.
1979
Er beschließt die Kunst aufzugeben, zieht in die Schweiz zurück und lässt sich im Engadin in den Bergen auf 1800 m Höhe nieder. Er arbeitet als Lehrer am dortigen Gymnasium.
1980
T.H. verlässt die Bergwelt und zieht zu seiner langjährigen Freundin nach München. Dort arbeitet er als Anstreicher und beginnt nebenbei wieder künstlerisch zu arbeiten.
1981
Er schreibt sich an der Düsseldorfer Kunstakademie ein und wird Student von Fritz Schwegler. Seine Studienkollegen sind u.a. Katharina Fritsch, Thomas Schütte, Reinhard Mucha und Harald Klingelhöller.
1982
T.H. malt das Bild "Rede über die Sintflut". Er hält in Akademie Düsseldorf vor diesem Bild seine erste Rede. Der Künstler Günther Uecker sieht das Bild und vermittelt T.H. an die Sammlerin Gabriele Henkel. Die Industriellengattin aus dem gleichnamigen Chemiekonzern Henkel mit dem weltberühmten Waschmittel "Persil" wird über mehrere Jahre die Mäzenin und Begleiterin von T.H..
1983
T.H. erhält ein Stipendium für die Cité des Arts in Paris. Dort bereitet er das Bild "Rede in der Schule" vor, das sich heute im Hessischen Landesmuseum Darmstadt befindet. Damit findet die Trilogie von drei Bildern mit drei Reden ihren Abschluss: "Rede über die Sintflut", "Rede zur Schöpfung" und "Rede in der Schule".
1984
T.H. lernt die Galeristin Philomene Magers kennen, die ihre Galerie in Bonn hat. In dieser Galerie macht T.H. bis zum frühen Tod der Galeristin im Jahre 1990 mehrere Ausstellungen. T.H. wird von Kaspar König zur Ausstellung "von hier aus" einer vielbeachteten Großausstellung in Düsseldorf eingeladen. Er erhält das schweizerische Kiefer-Hablitzel Stipendium, sowie das Stipendium des Kunstfonds Bonn.
1985
T.H reist als Redner durch
Europa und hält Reden u.a. in Basel, Berlin, Stuttgart, Gent. Er benutzt
für diese Reden jeweils den Vortragsraum der Museen. Er sucht bewusst
einen kunstfremden Raum für seine Aufführungen. Er erklärt
die Dauer der Rede als seine Ausstellungsform von Bildern.
Er heiratet Claudia van Koolwijk, mit der er im Laufe der Jahre 6 Kinder zeugt.
1987
Er wird zur Ausstellung
"Skulptur Projekte in Münster 1987" eingeladen. Dort entwickelt
er eine neue eigenständige Kunstform: Das Bauschild. In Münster
ist es die Ankündigung eines öffentlichen Bades für Münster.
Es folgen in den Jahren danach Bauschilder in Braunschweig, Düsseldorf,
Utrecht, Wolfsburg und Bonn.
Er erhält den Rheinbrücke Preis der Stadt Basel.
1988
Er zeigt unter dem Titel
"sept Lieux" seine bisher realisierten Projekte in einer großen
Übersichtsausstellung im Centre Pompidou in Paris.
Er zieht von Düsseldorf, wo er seit Ende seines Studiums gewohnt hat
nach Mettmann. Dort bezieht er mit seiner Familie ein altes Haus in einem
großen Park.
1990
Er ist Gastprofessor an der Akademie der Bildende Künste München. Er erhält zusammen mit Andreas Gurski das NUR Reisestipendium und unternimmt mit diesem und den beiden Familien eine Reise nach Ägypten.
1991
Als Reflexion über die zunehmende Vermischung von Kunst und Kapital arbeitet er am "Bankprojekt", das er stetig erweitert und in den kommenden Jahren an verschiedenen Orten, u.a. in Frankfurt, Zürich und Hannover vorstellt. In Utrecht zeigt er seine "Wertvorstellung" zum ersten Mal in seinem ganzen Umfang. Die Ausstellung wird 10 Tage lange mit hundert besonders geladenen Gästen eröffnet. T.H. hält jeden Tag Reden in der Ausstellung, stellt seine Gäste vor, die er in einem kleinen Schloss an den Toren von Utrecht unterbringt und versorgt. Er übernimmt für die Zeit seiner Ausstellung auch die Direktion des Centraal Museums. Zu diesem Zwecke hat er auch ein Direktionszimmer geschaffen.
1992
T.H. wird Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Er legt diese Professur 1999 wegen Überlastung nieder.
1993
Er erhält den Kunstpreis der Stadt Zürich und den "Großen Kunstpreis" der Stadtsparkasse Düsseldorf.
1994 bis 98
T.H. zeigt seine Bilder in ganz Europa, u.a. in Paris (Galerie Claire Burrus), in Prag, Kopenhagen, Genf, Lausanne, Amsterdam, Rennes, Utrecht und Reykjavik.
1998 bis 2000
In Düsseldorf, einer ausgewiesenen Künstlerstadt sollen die Institutionen für Kunst umgebaut bzw. zum Teil geschlossen werden. T.H. schließt sich einem Künstlerprotest an, der den Erhalt der Kunsthalle und des Kunstpalastes fordert. Er beteiligt sich an vielen öffentliches Podien und zeigt schließlich im Kunstverein Düsseldorf eine am Computer simulierte Stadtarchitektur. Ein großes Bauschild am Ausstellungsort kündigt eine "Neue Kunsthalle für Düsseldorf" an.
Die Stadtutopie, genannt "Huberville" wird in den Jahren stets ausgebaut. Sie wird als Animation, als Ausdruck auf großen Stoffbahnen und auch als dreidimensionale Modellstadt an verschiedenen Orten, u.a. in Münster, Brüssel, Zürich, Frankfurt, Nürnberg, Rochechouart, Amiens und Nantes vorgestellt.
Er erwirbt ein altes Stadthaus in Sóller/Mallorca, wo er ausreichend Platz für die Familie und seine künstlerische Arbeit findet. Es entstehen dort viele Projekte, die er später in seinem Atelier in Deutschland ausführt.
2001
T.H. wird zusammen mit Bogomir Ecker von Jean-Hubert Martin, dem neuen Generaldirektor des museum kunst palast in Düsseldorf eingeladen, die Kunstsammlung der Stadt Düsseldorf zu sichten und im Museum als Dauereinrichtung unter künstlerischen Gesichtspunkten zu präsentieren. Unter großen Protesten des deutschen Feuilletons und des Deutschen Museumsbundes wird die Neupräsentation zur Eröffnung des Museums vorgestellt.
2003
Anlässlich des Erweiterungsbaues des Aargauer Kunsthauses in der Schweiz gestaltet T.H. mit seiner Mutter zusammen die Bibliothek des Museums.
2004
Unter dem Titel "Kabinett der Bilder" organisiert das Aargauer Kunsthaus aus der Schweiz eine Retrospektive, die in Aarau/CH, in Rotterdam/NL und Krefeld/D gezeigt wird.
2005
T.H. trennt sich von seiner Frau und bezieht ein neues Atelier in Düsseldorf.
T.H. erhält den Preis der Heitland Foundation.
2006
Erste Zusammenarbeit mit der Galerie Louis Carré in Paris. Präsentation der Einzelausstellung "Science-Fiction".
2007
Eröffnung des Kunst-am-Bau Projekts "Jurten" auf dem Areal des Inselspitals in Bern.
2008-9
T: H. bezieht ein Atelier in Berlin.
Ausstellungstournee "rauten traurig" im MARTa in Herford,carré dart, musée dart contemporain in Nîmes und in der Kunsthalle Tübingen.
Einige zentrale künstlerische
Projekte
(zu denen verschiedene Publikationen erschienen sind):
1982 Rede über die Sintflut
1982 Rede zur Schöpfung
1983 Rede in der Schule
1984 Besuch im Atelier
1985/86 Das Hochzeitsfest
1986/87 Ein öffentliches Bad für Münster
1987 Wasser, Salz und Bilder
1988 Das Bilderlager / Opus
1988 Die Bibliothek
1989 Am Abend
1990 Die Post
1990 Familienbildnisse
1991 Bücher
1991/93 Die Bank
1993 Der Zwerg von Oiron
1993 Das Studio
1993/94 Ideale Bildtemperatur
1994 Meine Damen und Herren
1995 Die Ausstellung (Bildanschauung)
1995/96 Wandgemälde
1996 Bauvorhaben
1996 Der Schlaf (Bilder schlafen)
1997 Jakobs Traum
1998 Schauplatz
1999/2000 Glockenläuten
2000 Theater
2001 Halle
2003 Bibliothek Kunsthaus Aarau
2004/05 Retrospektive Kunsthaus Aarau, Museum
Boijmans Van Beuningen Rotterdam, Kaiser Wilhelm Museum und Haus Lange Krefeld
2005 Neueröffnung Akademie der Künste
Berlin
2005 Bibliothek Arp Museum Bahnhof Rolandseck
2006
rauten traurig
Werke von Thomas Huber sind u.a. in folgenden ständigen öffentlichen
Sammlungen zu sehen:
Deutschland
Berlin,
Akademie der Künste
Berlin, Sammlung der Bundesrepublik Deutschland
Bonn, Rheinisches Landesmuseum
Darmstadt, Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Düsseldorf, museum kunst palast
Düsseldorf, museum kunst palast, Sammlung Hanck
Nürnberg, Neues Museum Nürnberg
Rolandseck, Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Wiesbaden, Museum Wiesbaden
Wolfsburg, Städtische Galerie
Herford, MARTa
Düsseldorf, West LB
Frankreich
Besançon,
Frac Franche - Comté
Carquefou, Frac Pays de la Loire
Châteaugiron, Frac Bretagne
Metz, Frac Lorraine
Oiron, Château, Centre des monuments nationaux
Paris , Centre Georges Pompidou
Paris, FNAC
Sotteville-les-Rouen, Frac Haute-Normandie
Strasbourg, Musée d'Art moderne et contemporain
Schweiz
Aarau,
Aargauer Kunsthaus
Bern, Schweizerische Landesbibliothek/ Bibliothèque nationale,
Bern / Zürich , Banque nationale suisse
Bern, SSR/SRG, idée suisse
Bern, Schweizerische Eidgenossenschaft, Confédération helvétique
Bienne , Centre PasquArt
Genf, Fonds municipal d'art contemporain
Genf, Fonds cantonal d'art contemporain
Genf , Musée d'art et d'histoire, cabinet des dessins
Genf, MAMCO
Lausanne, Musée cantonal des Beaux-Arts,
Lugano, Musée cantonal d'Art (Fondo Cotti)
Zürich, Hochbauamt Kanton Zürich
Zürich , Kunsthaus
Bottmingen, Ev. Kirchengemeinde
Niederlande
Utrecht, Centraal Museum
Werke in/an öffentlich zugänglichen Bauten:
E.ON Hauptverwaltung Düsseldorf: Vier Elemente
Gerichte Düsseldorf Nähe Bahnhof: Eingangsgestaltung
HUK Coburg Münster: Eingangsgestaltung
Sparkasse Essen Hauptverwaltung: Vorraum zur Mensa
Viterra Bochum: Eingangsgestaltung
Zürcher Kantonalbank, Bahnhofstrasse: Empfangshalle
Haus der Wirtschaft, Berlin: Lobby
Wolfsburg Bahnhofplatz: Zehn Bauschilder für Wolfsburg
Bienne,
Centre PasquArt, Bienne: Neue Bilder für neue Wände und Räume
Kempfenhausen,
München: Das Kommunikationsforum der HypoVereinsbank, Bayerische Hypotheken-
und Wechsel-Bank
Château,
Oiron: le nain
Akademie
der Künste, Berlin
Kunstmuseum Aarau, Aargau: Die Bibliothek
Arp-Museum Bahnhof Rolandseck: Bibliothek
Ev. Kirchengemeinde, Bottmingen: Zwei Wandteppiche
Bundesbank Nürnberg: Empfangshalle
Inselspital, Bern: Jurten
Weitere Informationen online auch unter:
+++ bdkv
+++ salon-verlag köln
+++skulpturenpark
remagen +++ wolfsburg
+++